Du hörst das leise Rascheln der Blätter über dir, ein Flüstern, als würde der Wald miteinander sprechen. Vögel rufen sich zu, mal nah, mal fern. Irgendwo klopft ein Specht rhythmisch gegen Holz. Deine Schritte dämpfen im weichen Boden, fast lautlos, begleitet vom entfernten Murmeln eines Baches.
Du riechst feuchte Erde, kühl und tief. Harz liegt in der Luft, leicht süßlich, vermischt mit dem frischen Grün der Pflanzen. Nach einem Regentag kommt noch dieser besondere Duft dazu: klar, sauber, fast wie ein Neubeginn.
Du fühlst die kühle Luft auf deiner Haut, sanft und erfrischend. Deine Finger streifen über Moos – weich wie Samt – und über Baumrinde, trocken und hart. Der Boden gibt unter deinen Füßen leicht nach, als würde der Wald jeden Schritt auffangen.
Du schmeckst die frische Luft selbst: klar, ein wenig mineralisch, mit einem Hauch von Grün. Vielleicht bleibt dir sogar der Geschmack von Waldbeeren oder Minze auf der Zunge, wenn du daran vorbeigehst.
Und während du weitergehst, wird dein Atem ruhiger, deine Gedanken langsamer. Der Wald nimmt dich auf – still, geduldig, ganz da.
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